Denzlingen. Den Spatenstich der Werkstätte für Menschen mit Behinderung in Denzlingen beging der Caritasverband Freiburg-Stadt e. V. im Februar 2019 mit zahlreichen Gästen. Die Einweihung muss hingegen pandemiebedingt ins neue Jahr verschoben werden.

Eröffnung Caritas Werkstatt Gruppenfoto; vorne v.l.n.r. Dr. Rainer Gantert, Vorstand Caritasverband, Bürgermeister Markus Hollemann; hinten v.l.n.r. Oliver Nägele, Interimsleiter der Werkstätte, Melanie Müller-Reichert, Leiterin des Förder- und Betreuungsbereiches des Werkstätte

Der Caritasverband Freiburg-Stadt lud Bürgermeister Markus Hollemann daher zu einer Vorstellung der neu erbauten Werkstätte des Verbandes in Denzlingen ein. Im Oktober nahmen die ersten Menschen mit Behinderung aus der Region in der neu-en Werkstätte ihre Arbeit auf. Im inklusiven Produktionsbereich der Werkstätte gibt es 50 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung. Im angeschlossenen Förder- und Betreuungsbereich für Menschen mit einer Mehrfachbehinderung können 30 Personen betreut werden. „Aufgrund der Hygienemaßnahmen belegen wir derzeit allerdings nicht alle Arbeitsplätze und nicht alle Plätze im Förder- und Betreuungsbereich“, erklärte die Leiterin des Förder- und Betreuungsbereiches Melanie Müller-Reichert.

Zur Einrichtung gehören eine eigene Kaffeerösterei und ein inklusiv geführtes Café. Auch eine Ladestation für Elektrofahrzeuge geht an der Werkstätte in Betrieb. Die Werkstätte bietet außerdem Wohnraum für junge Erwachsene, die ein Freiwilliges Soziales Jahr oder eine Ausbildung beim Caritasverband Freiburg-Stadt absolvieren. Über der Werkstätte wohnen rund 30 junge Menschen, die in verschiedenen Einrichtungen des Verbandes arbeiten.

„Wir freuen uns, an einem Ort wie Denzlingen unsere Werkstätte eröffnen zu können. Eine gute Infrastruktur, ein beliebter Gewerbestandort, ein buntes Vereins- und Kulturleben sind nur einige Merkmale, die Denzlingen auszeichnen. Das inklusive Konzept der Werkstätte ermöglicht die Zusammenarbeit von Menschen mit und oh-ne Behinderung“, so Rainer Gantert, Vorstand des Caritasverbandes. Gantert betonte, das inklusive Café an der Werkstätte sei in erster Linie eine soziale Einrichtung, in der Menschen mit Behinderung zeigen, was sie können. „Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr hier viele interessierte Bürgerinnen und Bürger Denzlingens begrüßen und bewirten dürfen“, sagte Gantert mit Blick auf die derzeitige pandemiebedingte Situation, die eine Öffnung des Cafés nicht zulässt.
Bürgermeister Hollemann hob hervor, der Caritasverband knüpfe mit dem inklusiven Café an den in der Gemeinde gelebten Inklusionsgedanken an. Auch die Ladestation für Elektrofahrzeuge sei ein weiterer Baustein auf dem Weg in Richtung klima-freundliche Kommune. Hollemann und die Gemeinde Denzlingen haben für das innovative kommunale Klimaschutzförderprogramm bundesweit Lob und Anerkennung geerntet. Der Bürgermeister freute sich, als Erster die Ladestation testen zu dürfen.

Pressetext und Fotos: Nora Kelm, Redaktion, Caritas Freiburg